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Künstler 2014

Kunst

Arianne Hoffmann

 


Walk the talk (Kapitel 1: Artenvielfalt), 2014
 (Fergitz + Pinnow)
Choreografie, Dauer ca. 30 Minuten

Die Choreografin Arianne Hoffmann (D/USA) macht eine Lecture-Performance, bei der sie sich anhand der populären Tanzform des „Line Dance“ mit dem Thema Fernweh beschäftigt. Dabei bewegt sie sich zwischen kulturwissenschaftlicher Analyse und emphatischer Improvisation. Sie möchte eine Choreografie des Teilhabens schaffen, die zu einem Tanz verleitet, der im Hier und Jetzt entsteht – ohne wehmütig zu gucken, wo das Gras grüner ist!

 

www.ariannehoffmann.org

Astrid Busch


Unwilderness, 2013/2014 (Pinnow)
Diaprojektionen, Collage auf Overheadprojektoren, Äste, Draht, Sound

Die Installationen von Astrid Busch sind Untersuchungen von Räumen und Ereignissen, die sie in Form von ortsbezogenen Interventionen entwickelt. Auf der Grundlage von architektonischen, literarischen und filmischen Referenzen hat sie ein künstlerisches Vokabular entwickelt, das wandgroße Fotografien ebenso umfasst wie Foto-Objekte, Video-Loops oder Eingriffe in die räumliche Substanz selbst.

astridbusch.com

Berta Fischer

 

Tsutsugohix, 2014
 (Pinnow)
Installation. Acrylglas, PET

Das Motiv des Transitorischen begegnet uns in den aus Acrylglas gefertigten Skulpturen von Berta Fischer wieder. In ihrer expressiven Dynamik erscheinen die skulpturalen Gebilde wie Kristallisationen komplexer Bewegungsabläufe. Dabei bildet den eigentlichen Ausgangspunkt von Fischers Skulpturen die plane Fläche. Aus industriell vorgefertigten, farbig-transparenten Acrylglasplatten lasert sie Formen, die unter Hitzeeinwirkung für nur wenige Minuten biegsam sind und in einem nächsten Schritt zu abstrakten, polymorphen Gebilden modelliert werden. (Julia Brennacher)

berta fischer

Carla Guagliardi


Fuga, 2014 (Pinnow)
Installation. Kupferrohre, Plastikschnüre

"Fuga" basiert auf Verbindung und Gleichgewicht, Dynamik und Spannung, Schwebe und Balance. Durch die Verwendung von Linien macht die Installation einen Raum sichtbar. Kupferrohre durchstoßen wie Nadeln den Rasen und nähen mit einem straffen, durch die Rohre geführten Gummiband wie mit einem roten Faden den Außenraum zusammen. (Courtesy Diehl CUBE)

www.carlaguagliardi.com

Cécile Belmont


Reisestickerein, 2014 (Fergitz)
Baumwolle, Nähfaden

Die "Reisestickereien" sind während Wanderungen durch die uckermärkische Landschaft entstanden. Beim Wandern ist der Körper in Bewegung, der Geist ohne Fixierung und die Hand ist frei. Der Wanderer streift die Orte, denen er begegnet. Die Stickerei dringt in das Gewebe ein.
Belmont hat sich von Zufall und Neugier tragen lassen: unterwegs durch die Uckermark sammelte sie Eindrücke und Bemerkungen und notierte diese, indem sie sie direkt auf den Stoff stickte. Das ist vergleichbar mit Eintragungen in ein Reisetagebuch, das Beobachtungen durch Skizzen notiert, hier aber mit Hilfe der Stickerei. Die Wanderung wandelt sich in Schrift um. 

www.cecilebelmont.com

Claudia Hajek

 

Solitary Wave, 2014 (Fergitz)

Aluminiumtafeln und Befestigungsmaterial

Wenn ein Material in großen Dimensionen seine eigene Sprache entfaltet, dann werden die Betrachter zu Zeugen eines Zwiegesprächs zwischen ihm und seiner Umgebung. Wie aus einer anderen Welt herangeflogen liegen sorgfältig positionierte, spiegelnde Aluminiumbleche in der offenen Landschaft. Schon von weitem ziehen sie die Aufmerksamkeit auf sich. "Solitary Wave" ist ein empirisch konstruiertes Wellenfeld, das sich auf das Relief der Landschaft bezieht, ein präzise gezeichnetes Detail einer Naturumgebung, die von eiszeitlichen Urkräften geformt wurde.

www.claudiahajek.de

Cora Piantoni

Wir waren das Kino, 2010
 (Fergitz)
Video-Installation, 7.40 Minuten

Der Film “Wir waren das Kino” betrachtet die Zeit vor dem Mauerfall 1989 aus der Sicht derjenigen, die sie an ihrem Arbeitsplatz im Kino erlebt haben. Basierend auf Interviews mit ehemaligen Kinomitarbeitern ist ein vielschichtiges Bild der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen entstanden, die sich im Zwischenraum zwischen der Fiktion auf der Leinwand und der Realität vor der Kinotür abspielten.
Während des 4. UM-Festivals wird der Film als Projektion gezeigt und erinnert an die Kino-Geschichte der Uckermark und das Landkino, das zu DDR-Zeiten direkt zu den Leuten kam.

www.piantoni.de

David Moises

 

Wobbel, 2004 (Fergitz)
Gummischläuche, Feuerwehkupplungen, diverse Überzüge, 50 x 60 x 200 cm

Der "Wobbel" ist ein hydraulisches, mit Wasser gefülltes Sitzobjekt. Mehrere, durch Feuerwehr- Kupplungen und Schläuche miteinander verbundene Module ergeben ein System miteinander kommunizierender Gefäße. Wenn man auf einem "Wobbel" Platz nimmt, sinkt man durch das Verdrängen des beinhalteten Wassers zunächst leicht ein. Setzt sich jemand auf einen anderen "Wobbel", wird man um ebendieses Körpergewicht sanft angehoben. Verlassen alle Personen das Wobbel-System, "atmen" die einzelnen Module noch eine Zeitlang nach. Somit entsteht eine berührungslose und doch physische Kommunikation zwischen den Personen.

 

 

www.davidmoises.com

Falk Kulawik

 

Jenseits der Showtreppe sind Gletscherbewegungen im Einkaufsbeutel möglich, 2014 (UA)
12 Kompositionen für 12 Einkaufsbeutel unter Verwendung zwölftoniger Reihen (Waldstück zwischen Fergitz und Potzlow)

Der Beitrag des Komponisten Falk Kulawik für das UM-Festival besteht aus zwei Teilen: Zum einem sind ganztägig seine 12 neuen Kompositionen (à 5 Minuten) aus 12 Einkaufsbeuteln in einem Waldstück zwischen Fergitz und Potzlow öffentlich zu hören. Zum anderen spielt Kulawik im Rahmen des uckermärkischen Festivals exklusiv für die Bewohner der Altenheime in Lützlow und Prenzlau für jeweils einen Nachmittag alte Schlager am Klavier. 

Franka Hörnschemeyer


Oszilloskop, 2014 (Fergitz)
Alumium, Wabenverbundplatten, Stahl, Medien, 230 x 300 x 300 cm

Franka Hörnschemeyer analysiert und verändert in ihren Projekten vorgefundene Räume vornehmlich mit skulpturalen Mitteln. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden begehbare Installationen, die häufig an Labyrinthe erinnern. Ihr bekanntestes Werk „BFD – bündig fluchtend dicht“ ist eine Installation aus gitterartigen Schalelementen in einem Innenhof des Berliner Paul-Löbe-Hauses, einem Bürogebäude des Deutschen Bundestages. Franka Hörnschemeyers Arbeiten werden häufig als Grenzgänge zwischen Baukunst und Raumkunst bezeichnet, die Schicht für Schicht die Strukturen von Räumen optisch und akustisch freilegen.

 

www.nordenhake.com/php/artist

Ina Weber

 

Tribüne, 2014 (Pinnow)
Armierter Beton und glasierte Keramik

Zu früh da gewesen? Alles verpasst? In einer Verbindung von trostlos und fröhlich, öde und bunt, aus Beton und Keramik baut Ina Weber ein architektonisches Fragment, die Kulisse eines Ereignisses, das unerzählt bleibt. In ihren Skulpturen verkleinert und isoliert die Künstlerin Architekturen des urbanen Raums, untersucht ihre Formen und erforscht ihre Funktionen oder Malfunktionen.

 

inaweber

Ingar Krauss

 

Von Pflanzen und Tieren, 2014 (Fergitz + Pinnow)
Fotografie. Silbergelatinepapier und Ölfarben, gerahmt 

 

Die Bohnenschoten schmiegen sich dicht aneinander. Der Apfel zeigt sein Gehäuse her. Der Hecht macht einen Kopfstand. In den robust-poetischen Bildern von Ingar Krauss sind die Pflanzen und Tiere ihrer natürlichen Umgebung enthoben. Lediglich ein wenig Erde erinnert manchmal an den Ort, von dem sie kommen. Derart isoliert erscheinen sie uns neu und seltsam. Krauss selbst spricht vom „vegetabilen Eigensinn“ seiner Objekte. Neben den Motiven verweisen die Ölfarben in gedämpften Tönen, mit denen er seine Schwarzweiß-Fotos bearbeitet, auf die Tradition, in die er sich hier einschreibt – oder -malt: das Stillleben.

 

ingarkrauss


Katja Brinkmann


Landschaftsbild, 2014 (Feld zwischen Fergitz und Potzlow)
Installation, Digitaldruck auf PVC Plane, Bauzaunelemente

Eine farbige Schlaufe, die Himmel und Erde miteinander verbindet – Katja Brinkmann setzt mit ihrem Bild, das sich breitformatig auf einer kleinen Anhöhe präsentiert, einen malerischen Blickfang in die Weite der uckermärkischen Landschaft. Die an ein flaches Band erinnernde Form verbindet die drei Teile des Bildes, während die horizontalen Farbverläufe, die man dem Hintergrund zuordnet, mit jedem Bildteil wechseln. Die Farbigkeit orientiert sich zwar an der Umgebung, jedoch ist das Blau eine Spur leuchtender als der Himmel, das Violett farbiger als die Erdkrume: Künstlichkeit statt Imitation. Ein lebendiger Dialog zwischen Bild und Landschaft.

katjabrinkmann.de

 

Marcus Kaiser

 

Canotypien / Eisenblaudrucke, 2014
 (Pinnow)
Fotografie, Installation

Marcus Kaiser untersucht die Fotografie als Medium der Zeitgeschichte. Dabei stehen zum einen der Apparat und die damit verbundenen technischen Bedingungen der Blick- und Bildkonstruktion im Vodergrund. Zum anderen experimentiert Kaiser in Bezug zum jeweiligen Ort und spezifischen Ereignissen mit verschiedenen, auch selbst entwickelten fotografischen Methoden und Verfahren und entwickelt hierbei eine jeweils autonome Bildsprache. In seinen neueren Arbeiten formuliert er die Gegenwart durch das Vergangene und inszeniert seine Arbeiten wie Relikte aus einer möglichen Zukunft.

www.marcus-kaiser.de


Pedro Boese

 

Lou, 2014 (Fergitz)
Kunstharzlack auf HDF, siebenteilig, 185 x 265 cm

Pedro Boese beschäftigt sich mit der Malerei als einem modularen Prinzip. Die einzelnen Module basieren auf simplen geometrischen Formen und komplementären Farbwerten. Zusammengefügt ergeben die einzelnen Bildplatten eine neue Einheit. Die Bushaltestelle im Dorf Fergitz hat eine Fensterkonstruktion aus Glasbausteinen, deren Form Anlass für Boeses Arbeit „Lou (modul typ 62xy31 w90)“ ist. „Lou“ ist ein Bildobjekt aus sieben Platten in komplementären Farben, die zu einer Einheit zusammengesetzt sind. Es lehnt an der Wand der Haltestelle. Eine unmittelbare Gegenüberstellung zwischen dem Original und dem „künstlichen“ Bildobjekt ist sofort gegeben. 

perdoboese.de

Pfelder

Stille und Weiter, 2014
 (Pinnow)
Installation. Schwartenbretter und Kanthölzer

Der Pinnower Friedhof liegt hinter dem Dorf auf einem kleinen Hügel in der sonst flachen Landschaft und strahlt in seiner besonderen Lage eine seltsame, fast magische Ruhe in der ruralen Umgebung aus. Dies einerseits zu akzentuieren, andererseits aber auch den Respekt vor diesem speziellen Ort zum Ausdruck zu bringen ist Hintergrund der Installation.
Auf der Wiese vor dem Friedhof steht das Wort STILLE. Aus unbesäumten Holzbrettern gezimmert ist die Schrift 3 Meter hoch und cirka 15 Meter breit. Geht man auf dem Sandweg am Friedhof vorbei, öffnet sich eine wundervolle, weite Wiesenlandschaft. Der Blick schweift in die Ferne. Der Weg / das Leben geht weiter. Weit entfernt auf der Wiese ist in ebenso großen Lettern das Wort WEITER installiert.

www.pfelder.de

Reiner Maria Matysik

Bionten, 2007 - 2011
Biologische Plastik, Epoxydharz (mobile Ortssuche)

Ein wesentlicher Teil von Matysik's Arbeit kreist um die Entwicklung neuer Lebensformen. Diese Beschäftigung hängt eng mit der Suche nach einer grundlegenden Erweiterung von Kunst zusammen. Das daraus entspringende Resultat könnte man als „biologische Plastik” bezeichnen. Die Arbeiten sind zunächst Skulpturen. In ihrer Morphologie erinnern sie an pflanzen- oder tierähnliche Lebewesen, ohne dass sich bekannte Organismen wiedererkennen lassen. Und es geht nicht um die visuelle Präsentation der schon vorhandenen Vielfalt des Lebens, sondern um die Möglichkeit der Herstellung synthetischer Organismen, die in absehbarer Zukunft unsere vorhandene Welt bereichern werden.
 

www.reinermatysik.de

Simone Zaugg

 

Swinging into the Sunset, 2014 (Fergitz)
Interaktive Installation und Performance

In den Durchgängen der Ruine in Fergitz werden zwei Schaukeln installiert. Beim Schaukeln schwingen die Blicke entweder in die Ferne über die Felder oder zu den Häusern im Dorf. Mit einer kleinen, unten an der einen Schaukel befestigten Überwachungskamera werden Bewegungen und Bilder übertragen und bieten dem Publikum eine zusätzliche Perspektive. Durch das kinästhetische Erlebnis des Schaukelns werden Erinnerungen geweckt. Die Besucher sind dazu eingeladen selbst zu schaukeln und so zu erleben, wie sich Kindheitserinnerung und die Bewegung im Jetzt, in der Natur und Architektur, in Bild und Abbild vermischen.
Zum Sonnenuntergang lässt die Künstlerin in einer Performance durch gezielt gesetzte Bewegungen und Lichter eine Choreografie entstehen, die zwischen Tages- und Kunstlicht, zwischen Raum und Fläche, zwischen abstraktem Video-Bild und filmischem Abbild, zwischen Aktion und Reaktion oszilliert.

www.simonezaugg.net

Susanne Bürner

 

Leaves, 2009 (Fergitz + Sternhagen Gut)
Film, 8.20 Minuten, HDV

„Leaves“ zeigt eine Wiese in einem Park als Bühne für ein mögliches Spektakel. Die Handlung jedoch spielt sich außerhalb der Bühne ab, nämlich in den Bäumen. So schnell wie das Spektakel jedoch erschienen ist, so schnell verschwindet es auch wieder. Es scheint, als wäre nie etwas geschehen. 
Während des UM-Festival 2014 wird sich die Projektion von „Leaves“ aus der Ferne betrachtet mit der Landschaft verbinden, aus der Nähe wird man die Bäume "hören".
Ein Film von Susanne Bürner, Kamera: Suzy Lavalle, Ton: Eliav BrandDie Arbeit wurde von der South London Gallery, der Berliner Kulturverwaltung - Künstlerinnenprogramm und dem Goethe-Institut London gefördert.

 

 

  

 

Artnews.org/susannebuerner

Vincent Tavenne

 

o.T., 2014 (Pinnow, Glashaus)
Skulptur. Bühnengaze, Aluminiumrohr, Schnur

Auf der Wiese steht eine Struktur aus Röhren, Netzen und Seilen: ein begehbarer Quader. Halbdurchlässige Membranen verbergen und enthüllen das Innere. Durch ihre Begehbarkeit und Berührbarkeit bieten Vincent Tavennes Skulpturen und Installationen dem Betrachter eine oft verblüffende sinnliche Erfahrung und einen direkten Zugang zum Werk.
Zusätzlich zu der begehbaren Installation liegen Plakate aus, die zu verschenken sind: Multiphobie, 2014, Offsetdruck auf Papier, Auflage 350 Exemplare.

 

http://www.haah.de/english/vincent_tavenne/abbildungen.html



Musik

AGF Antye Greie-Ripatti

 

iPad Orchester: Parcipatory Installation und Workshop

Antye Greie-Ripatti ist vor allem unter dem Kürzel AGF aktiv und lebt und arbeitet in Hailuoto, Finnland. Ihre poetisch, avantgardstischen Elektronik-Produktionen veröffentlichte sie auf zahlreichen Alben und führt sie bei internationalen Top Festivals und Solokonzerten auf. 2004 gewann sie den "Award of Distinction" beim einflussreichen Ars Electronica Festival in Linz. In den letzten Jahren begann sie ihre Arbeit vermehrt auch im sozialen Kontext weiterzuentwickeln. Sie ist Gründerin und Artistic Director der Hai Art-Kulturplattform in Hailuoto und leitet dort auch das von ihr erfundene iPad Orchester.
Für das UM-Festival bringt sie dieses Konzept für Kinder und Erwachsene in die Uckermark. Hier geht es bewusst nicht um das Musizieren im klassischen Sinne, sondern um das intuitive, spielerische Erforschen von Klängen. 
Im Anschluss zum Workshop gibt es mit den erarbeiteten Ideen ein Konzert. Die Namen der dafür vorgeschlagenen Apps fuer IPad/smartphone werden rechtzeitig bekanntgegeben und sind größtenteils gratis herunterzuladen. 

iPad Orchester

Antye Greie-Ripatti  

Daniel Meteo (DJ) und Thomas Fehlmann (DJ)

 

Thomas und Daniel treffen sich nicht zufällig in Sternhagen Gut, denn sie beide teilen eine lange, gemeinsame Vergangenheit mit Musikmachen, Fest-Veranstalten, MusikerInnen fördern und vielem mehr in der Berliner Elektronik Szene. Mit großem Vergnügen erweitern die beiden ihre Aktivitäten schon seit einiger Zeit ins Berliner Umland und werden zum diesjährigen UM-Festival ihr in Berlin erprobtes Ping Pong Dj Set spielen und neue und alte Perlen ins uckermärkische (Tanz-) Licht rücken. 

http://www.shitkatapult.com/artist/daniel-meteo

www.flowing.de

Gudrun Gut (DJ)
DJ Gudrun Gut

Music For Dinners

Gudrun Gut benötigt keine große Einführung. Immer nah am Zucken der Zeit hat sie in ihrer über 30-jährigen Karriere mit ihrer Musik von Berlin aus die Welt bereist und mit ihren zahllosen Projekten auch innerhalb der Stadt die musikalischen Grenzen neu gezogen. Ein besonderes Anliegen sind ihr immer die Genderfragen und die daraus resultierenden Arbeitsbedingungen, deren Bewusstmachung sie als Teil ihrer Arbeit versteht. 

Sie führt den Abend - passend zum GrillGut - mit ihrer für sie typischen, eklektischen Musikauswahl ein.

www.gudrungut.com

Islaja (live)

Islaja aka Merja Kokkonen ist eine finnische Produzentin, Sängerin und Performerin, die seit einiger Zeit in der internationalen zeitgenössischen Musik Szene aktiv ist und bereits 5 Alben voller wundervoll arrangierter, surrealer, experimenteller Popmusik hervorgebracht hat. Ihre Musik wird stark im DIY (Do It Yourself) Kontext gesehen. Islaja ist das Paradebeispiel einer weiblichen Künstlerin, die ihre ganz eigene musikalische und ästhetische Stimme selbst entworfen und gefunden hat. Sie passt in die Gruppe neuer "Contemporary Female Artist" wie Anika, Nitejewel, Yula oder Laurel Halo, die sich alle um eine neue Sprache in der Popmusik bemühen. Islaja ist eine ausdrucksstarke Frontfrau und Performerin.

https://www.youtube.com/watch?v=irwIOu28hZY

www.islaja.com

KHAN (live)

KHAN aka Can Oral, internationaler Troubadour und Wahl-Berliner, spielt glamourös mit seinen Maschinen und Instrumenten, aber auch mit Rollen und Bildern, um seinen Gefühlen und seiner Vision des modernen Mannes Klang und Form zu geben. Bei türkisch / finnischen Eltern in Frankfurt am Main aufgewachsen, ist er mit Lebensabschnitten in New York, Mexiko, Köln und Finnland zum Weltbewohner geworden. KHAN ist umtriebig, bezieht Elemente des Theater in seine Arbeit ein, hat eben auch sein erstes Buch veröffentlicht und produzierte Schallplatten unter verschiedensten Pseudonymen (Captain Comatose, El Turco Loco, Bizz OD, 4E, Kid etc). Um Khan - den geborenen Entertainer - richtig zu verstehen, muss man ihn live sehen und erleben.
In Sternhagen Gut wird er Tracks aus seinem neuen Album "The Enlightenment Machine" und Teile seines ersten Buches "Angel of Disguise" vortragen.

Buch, Angel of Disguise
Musik

Schneider™ & Tomoko Nakasato (live)

Sound & Dance Improvisation 

Schneider™ aka Dirk Dresselhaus ist den meisten durch seine Arbeit als alternativer Pop-Elektroniker bekannt. Er hat aber auch eine lange Geschichte als Multiinstrumentalist, Filmmusik-Komponist und Initiator diverser Noise / Drone / Improvisations-Projekte. In letzter Zeit macht er zunehmend auch Improvisierte Solokonzerte mit verstärkten Instrumenten (Gitarre, Ballaphon etc.), in denen er traditionelles Songwriting mit elektronischem Feedback und elektroakustischen Objekten verbindet.
Tomoko Nakasato aus Hokkaido, Japan, begann als Hip Hop-Streetdancer in den 1990ern und studierte von 2001 bis  2004 zeitgenössischen Tanz und Ballet in Tokyo. Nachdem sie 2008 nach Berlin gezogen war, trat sie der Performance-Gruppe JINN bei, eine Künstlergruppe für Tanz-Performances, die diese mit Raum-Design, Musik und Fotografie kombiniert und erweitert.

In Sternhagen Gut werden die beiden open air eine speziell hierfür konzipierte Performance aufführen.

Performance

www.schneidertm.net 



 

Wolfgang Voigt (live)

Polkatrax

Wolfgang Voigt, Meister des Minimal Techno, treibende Kraft und Visionär des Kölner KOMPAKT Labels und Kämpfer gegen alle stilistischen Grenzen, wird in Sternhagen Gut sein neues Projekt "Polkatrax" vorstellen. Seit Ende der 1980er Jahre hat er immer wieder Essenzen, Loops und Rhythmusanleihen aus dieser Musik auf unterschiedlichste Weise mit Techno gekreuzt. Für Voigt hat der Umpa Umpa Beat dieser Musik, immer schon mit dem Bum Bum Bum der geraden Technobassdrum, auf ganz und gar unironische Weise korrespondiert. Im Wesentlichen sind es die für diese Musik üblichen Akkordeon- und Bläserklänge, die hier in Kombination mit vertrautem Technotanzgefühl eine charmante Symbiose eingehen. Auch wenn bei "Polkatrax" die für diese Musik übliche "Gute Laune Mitreisstimmung" über weite Strecken erhalten bleibt, so versteht Voigt sie jedoch keineswegs als authentische Bierzelt-Volksfest Musik und noch viel weniger als Parodie darauf.

Polkatrax 

www.wolfgang-voigt.com

 


 
Literatur

Angelika Klüssendorf

"April" (Kiepenheuer & Witsch Verlag)

Die Kindheit ist vorüber, aber erlöst ist das Mädchen deshalb noch lange nicht. Nach ihrem hochgelobten Roman »Das Mädchen« schreibt Angelika Klüssendorf die Geschichte ihrer jungen Heldin fort. Ihr Weg führt aus einer Jugend ohne Jugend in ein eigenes Leben – das den Umständen abgetrotzt werden muss.
 Am Anfang stehen ein Koffer mit ihren spärlichen Habseligkeiten und ein Zimmer zur Untermiete. Das Mädchen, das sich mittlerweile April nennt – nach dem Song von Deep Purple –, hat die Zeit im Heim hinter sich, die Ausbildung abgebrochen und eine Arbeit als Bürohilfskraft zugewiesen bekommen. Zwischen alten Freunden und neuen Bekannten versucht sie sich im Leipzig der späten 70er-Jahre zurechtzufinden, stößt dabei oft an ihre eigenen Grenzen und überschreitet lustvoll alle, die ihr gesetzt werden, am Ende mit ihrer Ausreise auch die zwischen den beiden Deutschlands. Aber jedem Ausbruch folgt ein Rückfall, jedem Glücksmoment eine Zerstörung, jedem Rausch die Ernüchterung. Und immer ist da die Frage nach den Kindheitsmustern, der Prägung durch die verantwortungslose Mutter und den alkoholkranken Vater. 
Angelika Klüssendorf ist ein weiteres Meisterwerk gelungen. Ohne Pathos, nüchtern und souverän erzählt sie von einem Weg aus der scheinbar ausweglosen Vergangenheit – mit psychologischem Feingefühl und klarem Blick für die gesellschaftlichen Zustände. Es entsteht ein Doppeltes: ein erschütternder Adoleszenzroman und ein nüchternes Porträt der sozialen Zustände im untergegangenen real existierenden Sozialismus – und im West-Berlin der frühen 80er-Jahre.

 

www.kiwi-verlag.de

Deniz Utlu

"Die Ungehaltenen" (Ullstein Buchverlage)

Generationenporträt, Liebesgeschichte, Einwandererschicksal, Berlinroman, Road-Novel. Utlu erzählt pointiert und poetisch die Geschichte zweier Berliner Gastarbeiterkinder der zweiten Generation. Elyas lebt in Kreuzberg, verbringt die Nachmittage bei Veit in der Kneipe und erzählt seiner Mutter irgendwas von Jurastudium. Ihre Anrufe drückt er weg, denn wie es seinem Vater geht, kann er sich selbst denken. Es reicht ihm schon der Blick von Onkel Cemal. Der ist der Einzige, von dem er sich traurige Wahrheiten sagen lässt. Denn Cemal hat sich Mutterwitz bewahrt, obwohl er gleich zweimal seine Heimat verloren hat: die Türkei und nun, nach dem Mauerfall, auch seinen Kiez. Aber dann trifft Elyas die junge Ärztin Aylin – ausgerechnet auf der offiziellen Feier zum Anwerbeabkommen. Aylin ist stark und klug, aber auch sie trägt eine Traurigkeit in sich, die die beiden nur gemeinsam loswerden können.

 

www.ullstein.de

Edgar Rai

"Die Gottespartitur" (Berlin Verlag)

Zuerst nimmt Gabriel Pfeiffer den schüchternen Geistlichen nicht ernst, der ihn auf der Buchmesse anspricht: "Es geht um Gott!" – möglicherweise habe er eine bedeutende Entdeckung gemacht. Was soll der erfahrene Literaturagent damit anfangen? Erst als er Tage später in einer Zeitungsnotiz liest, dass ebenjener Seminarist  tot in einer bayerischen Dorfkirche gefunden wurde, zieht ihn die Geschichte in den Bann: in ihrem Zentrum ein geheimnisvolles Manuskript, das schon um 1780 den Wissenschaftler Charles Burney elektrisierte. Auf seiner Suche bereiste der Gelehrte halb Europa, bis ihm das kostbare Stück in Bologna endlich in die Hände fiel. Das Aufsehenerregende ist: Es zog eine Spur des Todes hinter sich her, ein jeder Besitzer verstarb auf mysteriöse Weise. Diese Geschichte lässt Gabriel nicht mehr los. Er recherchiert in den Archiven von London und in dem bayerischen Dorf. Was er findet, ist mehr als eine gute Story: Es geht um Gott, wie prophezeit, um den Glauben, um Gewissheit und Liebe - und am Ende um Leben und Tod.

 

www.berlinverlag.de

Jan Böttcher

"Das Lied vom Tun und Lassen" (Rowohlt Verlag)

Jan Böttcher ist Schriftsteller und Sänger und sein Buch ein 320 Seiten langes Lied. Ein Lied von dem Mädchen, das vom Schuldach in den Tod springt, von der besten Freundin, die zurückbleibt, vom zauseligen Lieblings-Lehrer und dem verquasten Schulpsychologen, ein Lied über das Jung-, Alt- und Irgendwiemittendrin sein in einer mittelgroßen, mittelmäßigen Kleinstadt in Mitteldeutschland.

www.rowohlt.de


Marin Brasch

"Wunderlich fährt nach Norden" (Fischer Verlag)

"Wunderlich war der unglücklichste Mensch, den er kannte." Als Marie ihn verlässt, versinkt er in Selbstmitleid. Doch schon bald schubst ihn eine anonyme SMS zurück ins Leben, und Wunderlich tritt eine Reise an. Eine Reise, die vieles verändert und bei der nicht alles mit rechten Dingen zugeht.
 "Wunderlich fährt nach Norden" ist die Geschichte eines Mannes, der Entscheidungen scheut und sich dem Zufall überlässt. Auf seiner Fahrt wird Wunderlich zum Abenteurer. Doch vor allem entdeckt er, was er vergessen wollte, und findet, was er nicht gesucht hat. 
Dieser Roman ist eine Liebeserklärung an die sonderbaren Momente des Lebens – so leicht, komisch und berührend, wie uns diese Geschichte nur Marion Brasch erzählen kann.

 

wwww.fischerverlage.de

Moderation Patricia Klobusiczky

Moderation Patricia Klobusiczky

Patricia Klobusiczky lebt in Berlin. Neben ihrer Tätigkeit als Übersetzerin (z.B. William Boyd, Marie Darrieussecq, Lorrie Moore und Louise de Vilmorin) und Moderatorin literarischer Veranstaltungen arbeitet sie auch als Herausgeberin, Lektorin, Kritikerin und Dozentin.

www.akademie-fuer-autoren.de